Glossar
Was ist ein Füllwort?
Die Laute, die du beim Nachdenken statt beim Sprechen machst – ähm, äh, öh –, dazu die Verlegenheitswörter, die im Satz dieselbe Aufgabe erfüllen, etwa „halt“, „irgendwie“ und „sozusagen“. Beim Reden bemerkst du sie nicht, beim Nachhören springen sie dir ins Ohr.
Füllwörter sind kein Sprachfehler; so verschafft sich das Gehirn einen Moment Zeit. Im Gespräch fallen sie niemandem auf. In einer geschnittenen Folge häufen sie sich, denn Zuhören ist langsamer als Reden, und jedes „Ähm“ ist ein kleiner Stolperstein, über den das Ohr steigen muss.
Die ehrliche Regel lautet nicht, alle zu entfernen. Ein paar machen dich menschlich – streichst du jedes einzelne, klingt ein entspanntes Gespräch plötzlich wie eine Nachrichtensendung. Kürzen lohnt sich bei den Häufungen: drei „Ähm“ in einem Satz oder ein Verlegenheitswort, das vierzigmal in einer Stunde fällt.
Cast markiert sie im Transkript, damit du das Muster siehst, bevor du entscheidest. Löschst du eins, verschwindet das Audio mit, und die Originalaufnahme bleibt unangetastet – so kannst du jedes davon zurückholen.
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