Max Eilbacher ist ein intermedialer Künstler, der vorwiegend mit Klang, Video und Performance arbeitet. Als Solokünstler schöpft er aus elektroakustischer Komposition und prozessintensiver Computermusik sowie dem unkonventionellen Geist der amerikanischen Noise-Underground-Szene. Er studierte Computermusik und Filmkunst und tourte parallel dazu regelmäßig. In verschiedenen Gruppen und Projekten arbeitet er mit konzeptuellen und intuitiven Kompositionssystemen, die den Widerspruch zwischen dem unmittelbaren Moment und der kontrollierten Präsentation des Ergebnisses aufgreifen. Seine Werke wurden in Galerien, Clubs, Museen und Kellern in Nordamerika, Europa und Japan präsentiert. Er spielt Bass und Elektronik in der Avantgarde-Rock-Band Horse Lords.
Die gemeinsame Musikgestaltung mit KI macht den Algorithmus theoretisch zu einem Mitkomponisten. Stimmen Sie dieser Aussage zu und wie stehen Sie dazu? Wie wirkt sich dieses Konzept auf Lizenzgebühren und geistiges Eigentum aus?
Nein, ich sehe das anders. KI ist lediglich eine komplexere Erweiterung digitaler Werkzeuge, die in der Musikpraxis bereits weit verbreitet sind. Traditionell nennt man die verwendeten Werkzeuge nicht namentlich. Man führt sie vielleicht in den Noten auf oder verweist im Zusammenhang mit Inspiration und Arbeitsweise darauf. Man vergibt aber keinesfalls Lizenzgebühren oder Urheberrechte an ein vages Konzept von Intelligenz.
Wohin entwickelt sich die Kreativwirtschaft? Wie wird sich die Musikindustrie verändern, wenn diese Kreativwirtschaft die Arbeitsweise umwälzt? Welche Auswirkungen wird dies auf die Künstler haben?
Ich kreise schon auf dem Fluss Hades. Die Aussicht ist schön, ich sehe ein paar Bekannte und winke ihnen vom Boot aus zu. Es ist etwas heiß, aber wenigstens habe ich einen Plastikschirm. Ich bin skeptisch gegenüber den meisten Schichten, die von Technologiekonzernen diktiert und unreguliert sind. https://nina.market/ Das ist eines der wenigen Dinge, die mich wirklich begeistern. Zwar waren einige Veränderungen in der digitalen Welt und der Musikindustrie positiv, aber größtenteils habe ich das Gefühl, dass der individualistische Charakter beim Musikmachen und -präsentieren eher negativ verstärkt wurde. Ich wünsche mir mehr gemeinschaftliche Anstrengungen, mehr gewerkschaftliche Organisationen und deutlich weniger Spotify.
Hat Ihnen diese Erfahrung mehr Raum für Experimente eröffnet?
Klar, es macht immer Spaß, mit neuen Werkzeugen zu arbeiten und zu experimentieren.
AI Music Company
Mubert ist eine von Musikproduzenten betriebene Plattform, die Kreativen und Marken mithilfe von KI hilft, unbegrenzt lizenzfreie Musik zu generieren. Unsere Mission ist es, Kreative zu stärken und zu schützen. Unser Ziel ist es, die Kreativwirtschaft zu demokratisieren.